Im Osten viel Neues

Wirtschaftliche Aufholjagd

Sekt, Feuerwerk, spontanes Umarmen mit Fremden: Trotz klirrender Kälte feiern tausende Menschen ausgelassen auf den Straßen. Im ostsächsischen Zittau im Dreiländereck zwischen Deutschland, Tschechien und Polen genauso wie in Frankfurt an der Oder und an der Grenze der Slowakei zu Österreich. Früher gab es hier Betonblöcke, Selbstschussanlagen und Soldaten mit Maschinengewehren, die die Menschen voneinander trennten. Doch an diesem 21. Dezember 2007 feiern sie zusammen einen historischen Moment: Pünktlich um Mitternacht fallen die Grenzen zwischen West- und Osteuropa. 18 Jahre nach Öffnung des Eisernen Vorhangs sind die östlichen Mitgliedstaaten der Europäischen Union in den Schengen-Raum aufgenommen. Er ist damit etwa 3,6 Millionen Quadratkilometer groß und bietet rund 400 Millionen Europäern freie Fahrt durch 24 Länder. Von Island bis nach Italien, von Portugal bis ins Baltikum – ohne Passkontrollen. Ein Triumph der Freiheit, ein Symbol für die Vereinigung und Verständigung der Völker. Und ganz praktisch: endlich gibt es keine Staus mehr wegen der Grenzkontrollen.

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